27. Mai 2017

Fürstenfelder Gartentage - von Stauden, Baumhäusern und einem Kloster

Gerade sind in meinem Geburtsort, Fürstenfeldbruck, die Fürstenfelder Gartentage. Und ich schaffe es tatsächlich aktuell dazu zu schreiben.
Dank des schönen Wetters waren wir bereits am Eröffnungstag dort und was soll ich sagen?
Sie sind tausendmal besser als jede Indoor-Gartenmesse. Dafür, dass sie nur eine halbe Stunde von unserem Wohnort entfernt sind, erstaunt es mich doch, dass ich bis jetzt noch nicht dort war.



Der Eintrittspreis von 9 Euro pro Person (Kinder bis 12 frei) ist aufjeden Fall gerechtfertigt. 
Die Veranstaltung läuft vom 25. - 28. Mai 2017,
das Gelände ist sehr gross (260 Aussteller und 14 Schaugärten) und für jeden ist was dabei.




Kinder können auf dem Spielplatz turnen, es gibt einen Springbrunnen, eine grosse Wiese mit bereitgelegten Bällen, Federbällen und Holzstelzen und hier und dort gibt es Eis zu kaufen.


Apropos Essen, für das leibliche Wohl wird hier wahrhaftig gesorgt. Von Kuchen bis zur Bratwurst, von Vegan bis Vegetarisch, von Kaffee bis zum Aperol Spritz oder einem Smoothie gab es recht viel Auswahl. Sogar Obstplatten wurden angeboten.


Aber nun zum Wichtigsten Teil, dem der Pflanzen.
Viele Gärtnereien bieten ihre Pflanzen an (im Gegensatz zur Messe Garten München) und die Gartendeko kommt natürlich auch nicht zu kurz.




Wir sind gegen 15 Uhr gekommen und mussten etwas länger nach einem Parkplatz suchen. Daher empfehle ich die öffentlichen Verkehrsmittel (S-Bahn Fürstenfeldbruck) oder das Rad, wenn man in der Nähe wohnt.

Am Donnerstag (Feiertag) war es zudem sehr voll. Besser vormittags kommen oder erst später (17 Uhr etwa), dann wird es wieder leerer.. Ob  vormittags weniger los ist, weiss ich allerdings nicht.

Am besten hat mir der Stand vom Orchideen-Stammtisch gefallen:


Dort habe ich auch mein Geum erstanden. Hat zwar nichts mit Orchideen zu tun, aber gab es trotzdem. Es wurde sogar gehandelt..

Mein Sohn hätte am liebsten das Bambus-Baumhaus mitgenommen:


Gleich neben der Veranstaltung ist das schöne Kloster Fürstenfeld:


Es lohnt sich also aufjeden Fall.


Euch ein schönes und sonniges Wochenende!

Eure Tatjana <3

22. Mai 2017

Euphorbia (Wolfsmilch) überall - Botanischer Garten Augsburg Anfang Mai 2017

Himmel, wie die Zeit vergeht! Diese Fotos habe ich am 5.5. geschossen und was haben wir jetzt? Schon wieder fast Ende Mai..


Alles neue macht der Mai. Auch dieses Jahr wieder. Naja, er versucht zumindest den Schaden vom April zu begrenzen. Ihr erinnert euch noch? Zweimal eine Woche lang Schnee und Frost ist nach dem etwas zu warmen März doch etwas viel für manche Pflanze, die sich etwas früher zeigte als sonst.

Öfter dachte ich auch an die öffentlichen Gärten und Parks. Wie es denen wohl ergeht? Gibt es noch etwas zu sehen?
Und tatsächlich ist es etwas weniger wie letztes Jahr um die Zeit.
Hier der Beitrag vom letzten Jahr.
Die Tulpen haben sich überaschend gut gehalten, die muß ich euch nicht nochmal zeigen. Davon habe ich letztes Jahr schon ausführlich berichtet.

Was aber Schaden genommen hat sind:
die Bergenien
 und das Schildblatt (Damera peltata).

Aber wie heißt es schön, alles kommt wieder, oder: alles neue macht der Mai.

Die Funkien scheinen nichts abgekommen zu haben.


Die Lenzrosen (Helleborus) sind sowieso hart im Nehmen..


Mir fielen diesmal die vielen schönen Wolfsmilchgewächse (Euphorbia) auf.
Daher möchte ich euch dieses Jahr mehr Bilder von ihnen zeigen und mich ihnen etwas intensiver widmen.

Hier die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias L.) zusammen mit einer dunklen Lenzrose (Helleborus Orientalis-Hybride).
Sie bleibt eher schmal (8 Stück pro m2) und wird 20-40cm hoch.
Blütezeit: April - Juni
Standort: sonnig, trocken




Unten seht ihr die Mandelblättrige Purpurwolfsmilch (Euphorbia amygdaloides).
Sie mag es (eine Ausnahme) eher schattig, vorallem im Winter.
Blütezeit: April - Juni
Höhe: 30-40cm, 4 Stück pro m2
Standort: trocken - frisch, absonnig - halbschattig


Die Walzen-Wolfsmilch (unten, Euphorbia myrsinites) liebt hingegen die Sonne.
Sie wälzt sich sozusagen auf dem Boden (niederliegend) und ist ideal für Steingärten.
Blütezeit: Mai - Juni
Höhe: 15-25cm, 4 Stück pro m2
Standort: trocken bis frisch, sonnig


Wer weiß wie diese (unten) heißen? Leider stand kein Schildchen dabei..



Zuletzt noch eine wunderschöne orangefarbende: die Himalaya-Wolfsmilch (Euphorbia griffithii).
Sie wird etwas höher: 70-100 cm, 4 Stück pro m2
Blütezeit: Mai - Juni
Standort: frischer Boden, sonnig bis halbschattig



Orange geht es gleich weiter mit dem schönen Geum x heldreichii "Sigiswang" (Nelkenwurz).
Es bleibt gedrungen (15 Stück pro m2), wird aber 40cm hoch.
Wie auf dem Bild zu sehen passt es schön zu Bergenien.
Blütezeit: Mai - Juli
Standort: frischer Boden (absonnig - halbschattig)



Hier habe ich zum ersten mal die Purpur-Jakobsleiter "Purple Rain" (Polemonium yezoense) entdeckt. Sie hat dunkles gefiedertes Laub und passt so auch fantastisch zum purpurnen Laub der Bergenie.


Höhe: 30-40 cm, 8 Stück pro m2
Blütezeit: Mai - Juni (etwas früher als die gewöhnliche Jakobsleiter)
Standort: frisch bis feucht, sonnig - halbschattig


Ja, und nun die ersten Beetbilder von Anfang Mai. Hier eines mit viel Allium, Eremurus und Gräsern:


Eines der Präriebeete mit noch kleinen Ehrenpreispflanzen (Veronicastrum), sowie Monarden, Phlox usw.


Und hier ein Beet aus dem Öko-/Färbergarten. Ich werde euch im Laufe des Jahres noch mehr Fotos von den drei Beeten machen und zum Schluß einen Beitrag über den Verlauf schreiben :)
Wenn er fertig ist, könnt ihr hier KLICKEN. ;)


Was darf im Frühling nicht fehlen? Natürlich die Elfenblume (Epimedium). Allein das herzförmige Laub ist so grazil. Eine ganz besondere Schattenstaude.






Weiß wer von euch die genauen Namen? :)


Zum Schluß noch ein paar Lenzrosen (Helleborus)..




Und der erste Storchschnabel in diesem Jahr: der braune (Geranium phaeum).
Unten die Sorte "Samobor" mit sehr kleinen Blüten.
Blütezeit: Mai - Juli
Höhe: 40-60cm, 6 pro m2
Standort: frischer Boden, absonnig - halbschattig
Schaut schön aus, wenn mehrere bis viele Pflanzen zusammen stehen.


Und hier Geranium phaeum "Lily Lovell" mit etwas grösseren Blüten.
Höhe: 70-90cm, 6 Stück pro m2
Blütezeit: Mai - Juli
Standort: frischer Boden, absonnig - halbschattig


Und zuletzt noch ein schönes Bild aus dem Schatten unter Bäumen:


Eure Tatjana <3

13. Mai 2017

Unicorn Cake selber backen - wer möchte vegan


Meine jüngste Schwester hat sich zu ihrem Geburtstag eine Einhorntorte gewünscht. Und da ich einen Unicorn Cake schon immer mal machen wollte, aber noch nicht die Gelegenheit dazu hatte, habe ich mich umso mehr gefreut!
Geht auch wirklich einfach, wenn man sich die einzelnen Schritte genau anschaut. Versprochen!

Am besten ihr fangt eine Woche vorher mit den Vorbereitungen an. Natürlich solltet ihr bis dahin alle Zutaten zusammen haben. Vieles gibt es im gut sortierten Supermarkt und den Rest zum Beispiel bei Meincupcake.de, wo ich auch immer bestelle. Klickt einfach auf den Button hier rechts ;) --->
Oder ihr klickt auf die verlinkten Zutaten. Das geht noch einfacher. Als kleine Hilfe..

Zeitplan:

1 Woche vorher die Ohren und das Horn vorbereiten

2 Tage vorher die Böden backen

1 Tag vorher alles dekorieren und bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen.



Und das braucht ihr dazu:

Für den Teig (Kuchenform 20 cm Durchmesser):

Insgesamt:

520 g Mehl
3 EL Backpulver
2 Prisen Salz
400 g Zucker
2 Biozitronen (Abrieb und Saft)
200 ml Pflanzenöl (am besten billiges Rapsöl, das ist geschmacksloser)
340 ml Mineralwasser

Pro Kuchenformfüllung (20 cm Durchmesser), also 4x:

130 g Mehl
0,75 EL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Zucker
0,5 Biozitrone
50 ml Pflanzenöl
85 ml Mineralwasser

Oder für jeweils zwei Kuchenformfüllungen (wenn man zwei gleichzeitig in den Ofen stellt) also 2x:

260 g Mehl
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
200 g Zucker
1 Biozitrone
100 ml Pflanzenöl
170 ml Mineralwasser


Für die Zwischenschichten:
1 Glas Marmelade deiner Wahl


Für die Deko:

3 x 250g zimmerwarme, weiche Butter (wenn vegan: Alsanbutter)
3 x 250g Puderzucker
blaue Lebensmittelfarbe (oder nach belieben)

50g rosa Fondant (oder einfärben)
Holzstäbchen (dick oder dünn ist egal, habe selber Essstäbchen genommen ;))
(ich empfehle den im Link, die anderen sind zu dünn und malen nicht wirklich gut)



Und so gehts:

1 Woche vorher:
Mit weißem Fondant die Ohren formen und die rosa Innenohren. Auf einen Holzspieß spießen und die Innenteile mit dem Lebensmittelkleber ankleben. So eine Woche lang trocknen lassen.
Für das Einhorn den weißen Fondant kneten und formen. Einen Holzspieß hineinstecken und 1-2 Tage trocknen lassen. 

4 Tage vorher:
Auf das Einhorn die goldene Farbe mit einem Pinsel streichen (die eine Seite).

3 Tage vorher:
Nun auf die andere Seite die goldene Farbe streichen.



2 Tage vorher:
Jetzt backen wir die Böden:
Je nachdem wieviele 20cm Kuchenformen du hast, nimmst rührst du den Teig zusammen. Wichtig ist, dass du nicht den ganzen Teig auf einmal machst und dann nacheinander bäckst. Immer nur soviel Teig anrühren, wie du sofort in den Ofen schieben kannst.
Ich habe zwei Formen und schiebe diese gleichzeitig in den Ofen. Dann mache ich die gleiche Menge Teig nochmal und schiebe wieder die beiden Formen in den Ofen. Die Böden dann übereinander stapeln.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze)
Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Dann die nassen Zutaten dazurühren bis ein schöner Teig entsteht. Wichtig: nachdem du das Mineralwasser dazugeschüttet hast, kein Rührgerät mehr nehmen, da sonst die Luftblasen verschwinden. Rühre alles mit einem Löffel glatt.
Ich selber habe mein Rührgerät komplett im Schrank gelassen.
Die Formen ölen und den Teig hineingeben. Für 30 Minuten backen. Abkühlen lassen.

1 Tag vorher:
Heute machen wir die Deko :)

Die Böden werden, wenn möglich, jeweils einmal quer durchgeschnitten und mit Marmelade bestrichen. Wenn nicht möglich zwischen jedem Boden die Marmelade streichen.
Alle Böden aufeinander stapeln und auf die Kuchenplatte stellen, auf der sie am Ende stehen sollen. Umstellen wird ab jetzt schwierig.

Jetzt verrühren wir in einer Schüssel für die Buttercreme 500g Butter und 500g Puderzucker.
Die Hälfte verstreichen wir rund um die gestapelten Böden und oben drauf (ich nehme eine Winkelpalette dazu). Für eine Stunde in den Kühlschrank stellen und nun die zweite Hälfte darauf geben. Wieder für eine Stunde kühlen.

Derweil kannst du 1 kg Fondant ausrollen (mit Hilfe von Puderzucker klebt er nicht). 

Diesen anschließende vorsichtig auf die Torte geben und mit einem Fondantglätter glatt streichen.
Unten die Reste abschneiden.

Ich habe für die Augen vorher auf einem Blatt Papier geübt. Wenn du dir sicher bist, dann male mit dem schwarzen Lebensmittelstift die Augen auf die Torte.



Jetzt kannst du endlich die Ohren und das Horn auf die Torte stecken.


Nun für die farbige Buttercreme 250g zimmerwarme, weiche Butter mit 250g Puderzucker verrühren und in drei kleine Schüsseln verteilen. In die erste Schüssel die pink/magentafarbene Lebensmittelfarbe geben und verühren. In die zweite und dritte Schüssel die anderen beiden Farben geben und vermischen.
Ich habe mit rosa angefangen und die Buttercreme in einen Spritzbeutel gegeben und so verziert:


Anschließende mit den anderen beiden Farben genauso verfahren, bis es ungefähr so ausschaut:


Fertig!

Nun die Einhorntorte aufjeden Fall noch mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Und bis zum Verzehr im Kühlschrank lassen ;)

Eure Tatjana <3

P.S. Wenn ihr ein Nichtveganes Teigrezept nehmen wollt, kann ich euch das des Wunderkuchens empfehlen: KLICK HIER.

P.P.S. Das Kuchenteigrezept habe ich dank Pinterest auf dem Blog Leeinthekitchen gefunden.
Schaut mal rein, ein bezaubernder Blog :)


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