26. September 2016

Mein Garten im September

Wie jeden Monat gibt es auch Ende September wieder ein Resumee über meinen Garten. Welche Stauden blühen gerade und zeigen sich von ihrer besten Seite. Welche Pflanzkombination schaut im Herbst am besten aus und und und..
Dieses mal muß ich mit Entsetzten feststellen, dass ich garnicht so viele Bilder habe. Irgendwie hat das Licht nie wirklich gepasst. Die Schatten sind schon so hoch, dass ich morgens bei Sonnenaufgang nichts Schönes vor die Linse bekomme. Und abends.. da hat man meistens keine Zeit, vergisst es und schwups ist die Sonne weg.
Aber ein paar hübsche Fotos kann ich euch dennoch zeigen. Und ich habe ein neues Bildbearbeitungsprogramm. Auf dem schauen alle Bilder sch.. aus bis auf ein paar. Die paar haben es aber in sich. Mal schauen, welches Programm ich in Zukunft für die Gartenfotografie hernehme.. 
Für den goldenen September reicht das Neue allemal. Ansonsten ist es eher für die Kuchen gut ;)


Die Alcea Hybride (Stockrose) "Parkallee" begeistert mich jedes Jahr von neuem. Während bei mir im Garten alle anderen Arten von Stockrosen ziemlich mickrig bleiben (höchstens 50 cm hoch werden), blüht diese hier Jahr für Jahr von neuem auf. Sie wird 180 cm hoch und zeigt sich vor allem September von ihrer schönsten Seite.
Zu ihr passen Gräser wie das Calamagrostis "Karl Förster" (Garten-Reitgras). Sie mag es sonnig, eher trocken und einen nährstoffreichen Boden (hier war mal der Komposthaufen). Und sie ist nicht zweijährig, wie so manche anderen Alcea, sondern mehrjährig.


Mein Sonnenhut (Rudbeckia).. wenn der Standort stimmt (nährstoffreicher Standort, nicht zu trockener Boden), dann wird sie immer breiter. Hatte ich vor 3 Jahren einen kleinen Ausläufer gepflanzt, ist er jetzt schon mindestens 5 mal so groß. Letztens habe ich gelesen, dass die Staude sonnige Gehölzränder mögen. Was für ein Zufall, hier wächst sie unter unserem sehr großen Haselnusstrauch. Ich probiere ja schon seit Jahren aus, was dort wächst, trotz Wurzeldruck..
Ideale Pflanzpartner sind Astern wie untem im Bild zu sehen.


Hier sieht man die gerade aufblühenden Astern ganz gut..


Eine meiner liebsten, dankbarsten und schönsten Stauden ist der Polygonum, der Kerzenknöterich. Hier zu sehen die Sorte "Roseum", die eine gute Gesamtform einnimmt und schön buschig wächst. Sie wird ca. 100 - 120 cm hoch und blüht rosa. Zu ihr passen gut Herbstanemonen, pinker Geranium, die rosa Myrten-Aster "Pink Star", oder der Chinaschilf "Flamingo. Sie blüht unermüdlich von August bis Oktober und ist schneckenresistent.


Ganz schwierig zu fotografieren ist meine "Designerecke", da habe ich mir ein tolles Plätzchen ausgesucht ;) Der Hintergrund ist einfach immer doof. Aber egal. 
Hier zu sehen meine liebste Echinacea Alba (Sonnenhut) mit Verbena (Eisenkraut), dass sich, oh Wunder, bei mir ausgesäht hat! Daneben die Perovskia (Blauraute), die und ganz hinten Calamagrostis "Karl Förster". Nächstes Jahr gibts mehr von diesem Beet, die Stauden müssen erst wachsen.. Die liebe Zeit ;)



Ähm ja, Staude Kaninchen "Minka", derzeit dunkelbraun-schwarz.. Macht grundsätzlich nicht was man will, schaut aber an jedem Standort schön aus.
Unsere Kaninchen dürfen seit heute im ganzen Garten rumhoppeln, da es jetzt auch schon egal ist, ob was angeknabbert wird. Die meisten Pflanzen verfallen sowieso schon halb. 
Das Gehege, wo sie ihre Nacht verbringen, ist heute auf die Terasse gezogen und eine Röhre bis zum Auslauf wäre zu lang. Also haben wir uns dafür entschieden. Hoffentlich denken alle daran, das Gartentürchen immer zu schließen.. Hier könnt ihr noch mehr über unsere Hasis lesen :)


Meine einzige herzeigbare Kissenaster dieses Jahr. Gut, ich habe sowieso nur zwei.. 

Unten geht es jetzt weiter mit einer Pflanzkombination, die ich nachgepflanzt habe. Das Originalbeet ist in "Sandfrauchens Garten" zu bestaunen (das dritte Bild) und ich fand die Kombi einfach toll!
Das erste Bild ist in der Morgensonne aufgenommen worden und das darunter in der Abendsonne.


Bei beiden sieht man ganz toll das Schimmern des Diamantgrases (Calamagrostis brachytricha). Deswegen ja der Name :) Dazu passend die Aster pyrenaeus "Lutetia", die den Standort genauso liebt: nicht zu trocken und sonnig. Dann wird aus ihr im zweiten Jahr eine schöne Halbkugel mit einem Durchmesser von 60-70 cm. Noch recht unscheinbar ein rotblättriger Sedum (Fetthenne) und rotblättriges Purpurglöckchen (Heuchera). Welche Sorte ist egal, hauptsache diese Farbe.



Zum Schluß noch das allerallererste Foto meines kompletten Terassenbeetes. Da wir ja erst vor drei Jahren eingezogen sind, hat es etwas gedauert, bis es ansehnlich wurde. Aber das warten hat sich gelohnt. Das Zebra-Chinaschilf (Miscanthus sinesis) ist nun schön hoch und breit und ein guter Sichtschutz. Die Astern "Alma Pötschke" (links, pink) und "Rosa Sieger" (rechts, rosa) habe ich dieses Jahr absichtlich nicht hochbebunden, da ich finde, dass sie so auch gut ausschauen. 
Nun gibt es in Zukunft von diesem Beet auch die Reihe "Im Jahresverlauf", bei der ich von fast jedem Monat ein Bild zeige. So sieht man, wie sich die einzelnen Pflanzen im Laufe des Jahres entwickeln, was ich persönlich unheimlich spannend finde. Schaut hier, bei zwei anderen Beeten mache ich das schon seit Jahresbeginn.


Eure Tatjana <3

P.S. Mitte Oktober gibt es ein großes Gewinnspiel mit vielen tollen Büchern auf meinem Blog :)

24. September 2016

Nuss-Schoko-Würfel - Backen mit Nüssen + Buchrezension "Ernteglück"

Im Herbst ist Erntezeit.. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Nüsse und vieles mehr wird reif und man macht darauf für gewöhnlich Marmelade oder legt ein. Was könnte man noch damit machen?
Das verrät uns das Koch- und Backbuch "Ernteglück - Regional und saisonal" von Diane Dittmer und Anke Schütz.

Mit schönen Bildern von Gerichten, die mühevoll dekoriert wurden und bezaubernd anzusehen sind. Zu jedem Rezept gibt es ein grosses Bild, was mir persönlich sehr wichtig ist. Das Auge isst ja bekanntlich mit.
Aufgeteilt in Reiche Ernte (alles aus dem Boden), Von Bäumen und Sträuchern, Waldeslust & Jägerlatein (Pilze & Wild) und Vorrat & Geschenke kommt keiner zu kurz.
Das Buch kostet 18,99 Euro und ist unter der ISBN-Nummer 978-3-89883-547-3 zu finden.
Vielen Dank an den ZS-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares!


Wir haben einen sehr, sehr grossen Hasenussstrauch, der inzwischen 30 Jahre alt ist und die Höhe eines Apfelbaumes erreicht hat. Jedes Jahr Ende Sptember gibt es einen regelrechten Haselnussregen und wir können Körbeweise sammeln. Man kann sie bis zu einem Jahr aufheben und die meisten haben wir verschenkt. Dieses Jahr wird das anders ;)


Den Anfang machen die Nuss-Schoko-Würfel, die schauen im Buch schon so lecker aus.

Was brauchst du für eine Backform von etwa 25x25 cm?

100g Wallnusskerne
70g Haselnusskerne
1 Bio-Orange
300g Marzipanrohmasse
150g Zartbitterschoki
250g weiche Butter
150g brauner Zucker
Prise Salz
1 TL Zimtpulver
1 Pk. Vanillezucker
1 grosse Messerspitze gem. Kardamon
3 Eier
250g Dinkelmehl oder normales
2 TL Backpulver
150g Lieblingsgelee (zb Quitten)


Die Nüsse hackst du grob klein. Von der Orange die Schale abreiben und den Saft auspressen. 
Jetzt legst du die Marzipanrohmasse zwischen zwei Frischhaltefolien und rollst sie quadratisch aus (so gross, wie deine Backform). Die Schokolade zerstückeln und in der Mikrowelle schmelzen, aber langsam, immer nur für eine halbe Minuten und dann erst kontrollieren, wie flüssig sie schon ist und wieder eine halbe Minute. Im Buch wird sie über einem Wasserbad erhitzt, das wäre auch eine Möglichkeit. 

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und Backpapier in die Backform legen.
Jetzt kannst du den Teig zubereiten indem du die Butter, die Orangenschalen, den Zucker, eine Prise Salz, den Zimt, den Vanillezucker und den Kardamon verrührst. Langsam nach und nach die Eier hinzugeben und jeweils eine Minute weiterrühren. Danach gibst du die flüssige Schoki und den Orangensaft hinzu und vermengst alles. 

In einer zweiten Schüssel Mehl und Backpulver mischen und alles zum Teig geben. Ist ein schöner Teig entstanden, dann kannst du die Hälfte davon aufs Backblech geben und verstreichen. Darauf verteilst du das Gelee und legst auf das Gelee die Marzipandecke. Darüber kommt der restliche Teig und zum Schluss streust du die Nüsse darüber. Diese leicht hineindrücken und alles für 30 - 35 Minuten in den Ofen schieben.
Anschliessend abkühlen lassen und in ca. 4 cm große Quadrate schneiden.


Fertig!

In einer Keksdose hält sich das Gebäck 3 Wochen.

Eure Tatjana <3



Was erntet ihr in eurem Garten im Herbst?
MerkenMerken

20. September 2016

Encyclopedia of Flowers - Buchrezension

 Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch über Blumengestaltung vorstellen.
Darauf aufmerksam geworden bin ich durch das Buch "Menschen am CERN" vom gleichen Verlag: Lars Müller Publishers. Der Verlag ist ein international tätiger Projektverlag zu den Themen Architektur, Design, Kunst, Gesellschaft und Fotografie.
Letzteres bestimmt das Buch "Encyclopedia of Flowers" von Makoto Azuma und Shunsuke Shiinoki zum größten Teil.

Ich möchte Euch gerne erstmal die beiden näher vorstellen:
Makoto Azuma, Florist und Künstler, ist der Inhaber eines Haute-Couture-Blumenladens in Todkio, schafft aber vornehmlich florale Installationen für Modeschauen, Edelboutiquen und Luxuskaufhäuser in Japan und den USA.
Er stellte zb einmal seine Pflanzen in Eisblöcken aus.
Shunsuke Shiinoki ist ein japanischer Fotograf und auch Florist, der den Bildern dazu Leben eingehaucht hat.

Beide zusammen haben es geschafft, die verschiedensten Blumen und Blätter zusammenzubringen und sie ästhetisch abzubilden. Auf schwarzem Hintergrund und in leuchtensten Farben sind sie in voller Schönheit zu sehen. Ich möchte nicht wissen, wielange es gedauert hat, bis ein Bild fertig war.
Allein schon auf dem Cover sind die verschiedensten Grüntöne in einem interessanten Arrangement zu sehen. Perfekt..
Das englischsprachige Buch ist aber kein Lexikon für Gärtner, sondern eine Abbildung verschiedenster Blüten und Blätter zu einem großartigen Bild.

Die Bilder sind aufgeteilt in verschiedene Kapitel: WHOLE, FLOCK, COEXISTENCE, HYBRID und APPEARANCE. 

Und das Beste kommt zum Schluß: ein Index mit allen Bildern und Pflanzen, die darauf abgebildet sind und zwar mit Sortennamen. Das nenne ich mal Vollständigkeit.
Ich bin schon beeindruckt, auf was für Bücher man kommt, wenn man in einer Bibliothek arbeitet ;)






Eure Tatjana <3
 
09 10