24. Februar 2017

Meine Rosen Teil 3 - Historische Strauchrose Charles de Mills

Ich habe eine Schwäche für historische Strauchrosen.. und Strauchrosen im allgemeinen. Daher habe ich mich getraut in meinem jetzigen Garten die Charles de Mills zu pflanzen.. Letztes Jahr, im zweiten Jahr, hat sie zum ersten mal geblüht und ist bereits einen Meter hoch. Bei ihr bin ich auch noch sehr gespannt, wie sie sich weiterentwickelt. 

Die Blütenfarbe ist eine ganz besondere, wie ihr sehen könnt.




Die Sorte gibt es seit 1746, Züchter: Hardy.


Aussehen:

Breit buschig und leicht überhängend, bis zu 1,5 Meter hoch. Einmal blühend, aber reichlich.


Standort:

Verträgt den halben Tag Schatten, aber danach ist Sonne wichtig. Die Blüten sind regenfest. Es muß schon wochenlang regnen, damit sie mal faulen. Die Sorte verträgt auch sehr sonnige und heiße Standorte.


Duft:

Sehr stark und betörend.


Gestaltung mit Stauden:

Wie man auf dem Bild unten sehen kann, passt Nepeta (Katzenminze), dunkelblättrige Stauden wie der Bronze-Bartfaden (Penstemon digitalis "Husker`s Red") oder Geranium "Mrs Kendall Clark" ganz gut dazu. Hier ist die Rose wiegesagt noch im Wachstum.






Heute möchte ich euch noch allgemein etwas zur Pflege meiner Rosen erzählen. 
Ich bin da ziemlich faul muß ich zugeben:

- ich schütze sie im Winter nicht mit angehäufelter Erde oder Flies, macht ihnen auch nix aus.

- ich spritze nicht mit Chemikalien (ok, einmal in fünf Jahren eine Rose und nur im äußersten Notfall), denn Läuse wandern irgendwann weiter auf andere Pflanzen und Sternrußtau / Mehltau ist das Normalste auf der Welt und macht der Rose selber nichts aus. Kombiniert mit Stauden sieht man es auch nicht.


Was ich aber mache:

- im Frühjahr ab Forsythienblüte schneiden (tote Triebe und auslichten)

- verblühte Blüten abschneiden (sonst kommen ja keine Neuen bei öfterblühenden Rosen)

- eingerollte Blätter (Blattrollwespenlarven) entfernen

- Triebe mit Löchern entfernen (Rosen-Triebbohrer)
Dies mache ich aber alles im Vorbeigehen.



Zu welchem Typ gehörst du? Faul oder jeden Tag mit der Gartenschere bewaffnet die Runde drehend? 

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18. Februar 2017

Meine Rosen Teil 2 - Rose Leonardo da Vinci

Ein ganz großes Lob bekommt von mir die Rose "Leonardo da Vinci". Ihr müsst wissen, dass ich in meinen 10 Jahren Gartenerfahrungen jede Menge Rosen hatte. In der Hoch-Zeit bis zu ca. 30 Stück gleichzeitig. (Das mag für den einen unglaublich viel sein, für den anderen unglaublich wenig) Die einen haben bestanden, die anderen nicht. Durch Umzüge habe ich immer nur die besten mitgenommen und ein paar verschenkt. Aber diese Beetrose war immer mit dabei. 
Weil sie regenfest ist, auch Halbschatten verträgt, kaum Krankheiten hat (außer gelegentlich Sternrußtau, aber welche Rose hat den nicht.. außer sie wird gespritzt) und zahlreiche Blüten hervorbringt.

Rose "Leonardo da Vinci"




Gesundheit:

Sehr robust. Ab und an Sternrußtau, aber sie verliert nie komplett alle Blätter. Ich muß dazu sagen, dass ich nicht spritze und ich der Meinung bin, dass es völlig normal ist, dass Rosen Sternrußtau bekommen. Wenn juckt es? Die Rose sicherlich nicht. Die Blätter fallen ab und sie ist an manchen Stellen etwas kahl, aber es kommen neue Blätter. Wenn man, wie ich, Stauden mit Rosen zusammen pflanzt, bemerkt man das kaum. 



Standort:

Sie verträgt Halbschatten. Soll heißen, sie kann den halben Tag im Schatten stehen, die andere Tageshälfte sollte sie aber Sonne abbekommen. Zudem ist sie hitzeverträglich und findet auch rauhe Lagen ok. Wer kann das schon von sich behaupten ;) Die Blüten sind regenfest.




Pflege:

Wer möchte kann sie, wie alle Beetrosen, sobald die Forsythien im Frühjahr blühen, stark zurückschneiden. Dann bleibt sie kompakt, buschig und bekommt größere Blüten. Man kann sie aber auch, wie ich letztes Jahr, garnicht schneiden (außer die toten Triebe), dann wird sie bis zu einem Meter hoch und blüht trotzdem reichlich.


Kombination mit Stauden:

Die öfterblühende Rose passt gut zu Frauenmantel (Alchemilla). Die Farbkombination von lemongelb mit rosapink ist schön erfrischend.
Ansonsten empfehle ich weiße Pfingstrosen (zb Paeonia "White Wings") und Türkischen Mohn in rosa (Papaver), wie auf dem Bild unten von dem Beitrag "Junigarten" schön zu sehen.
Oder ganz schick mit Buchs zusammen..
Je nach Schnitt kann sie zwischen 40 cm und 1 Meter hoch werden.



Das unten auf dem Bild ist übrigens eine Rose (nicht mehrere nebeneinander).


Rosen auf dem Balkon / Terasse

Man kann übrigens Rosen auch in Töpfen halten. Für die normalen Balkonkästen oder kleinere Töpfe sind aber nur Zwergrosen geeignet. Hier könnte man auf einer schönen Blumentreppe mehrere nebeneinander stellen oder sie mit Stauden bzw. Sommerblumen kombinieren. Eventuell probiere ich das dieses Jahr mal aus. Mit ein paar Hängeerdbeeren dazwischen.. Man spart Platz und es schaut auf der Terasse schön und ordentlich aus. Wenn eine Staude oder Rose mal nicht so will, wie man sich das vorstellt, ist der Topf schnell ausgetauscht. Bzw. wenn eine Staude schon verblüht ist und zb erst im Herbst wieder blüht. Man schneidet sie herunter und stellt den Topf an eine unauffälligere Stelle. So mache ich das immer mit meinem Rittersporn. Der überlebt hier wegen der Schnecken nur im Kübel! ;)

Möchtest du aber eine zb Kletterrose eintopfen, dann in einen entsprechend großen Kübel. Also sehr großen Kübel.. Ich habe einmal die Rose "New Dawn" auf die Terasse gestellt. Der Topf war ca. 70 cm hoch, ungelogen. Denn Rosen sind Tiefwurzler. Daher kommen sie im Beet auch für lange Zeit ohne Wasser aus (ausser im ersten Pflanzjahr). Die Erde sollte auch alle 2-3 Jahre ausgewechselt werden. Ansonsten wächst die Rose nicht mehr richtig und blüht kaum noch.


Eure Tatjana <3



12. Februar 2017

Meine Rosen Teil 1 - Eden Rose


Meine Lieben, es geht wieder los, das Gartenjahr.. Ganz langsam, aber sicher ;) Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Bei mir: jetzt! Heute habe ich mich dabei erwischt, wie ich zum ersten mal wieder nach den ersten Trieben in der Erde geschaut habe. Und, Mitte Februar, sind tatsächlich ein paar Spitzen zu sehen. Sie trauen sich langsam hervor, nachdem der Januar so bitterlich kalt war. 

Da ist es an der Zeit, mal wieder einen grünen Beitrag zu schreiben. Wie die meisten von euch wissen, konzentriere ich mich im Winter auf das Backen und im Sommer gehts in den Garten. Letztes Jahr habe ich immer wieder begeistert meine Rosen fotografiert. Bis auf eine Pflanze sind alle erst vor 1-3 Jahren gesetzt worden (Umzug). Und ich bin, Schande über mich, nicht dazu gekommen, über sie zu schreiben. Das möchte ich jetzt in aller Ruhe nachholen :)

Ich weiß nicht wo anfangen, deswegen möchte ich euch heute meine Lieblingsrose vorstellen: 

Die Rose Eden

Sie wächst bei mir im Garten an zwei Rosenstämmen, die nebeneinander stehen. Diese habe ich spontan bei der Gartenausstellung Gartenlust Waal erstanden und sie blühen dieses Jahr das erste mal.

Krankheiten:

Eigentlich ist es eine recht standfeste und relativ gesunde Rose, aber dieses Jahr sahen die ersten Blüten sehr merkwürdig aus. Sowas hatte ich noch nie zuvor gesehen: sie waren sehr klein und verschrumpelt. Also auf ins Internet in den eingeschworenen Rosenforen nachgefragt: es könnte evtl. ein Käfer sein. Daher habe ich die Rosenknospen seit langer Zeit zum ersten mal wieder mit etwas natürlichem (Name wird nicht verraten, da Werbung) gespritzt. Die bereits offenen Blüten habe ich abgeschnitten und entsorgt. Und siehe da, es hat geholfen. 

Standort:

Sie liebt vollsonnige Plätze und ist regenfest. Man kann sie einzeln setzen, aber auch in Gruppen oder in Kombination mit Stauden.

Aussehen:

Wenn sie nicht gerade, wie bei mir, als Rosenstämmchen im Garten steht, wird die Strauchrose 1-1,5m hoch und wächst aufrecht buschig

Duft:

Leicht, aber absolut wundervoll..

Kombination zu Stauden:

Ich empfehle bei der Strauchrose weissen Lavendel. Lila auf keinen Fall, außer ihr mögt die Kombination lila-rosa. Ich nicht.. 



Welche ist eure Lieblingsrose? Und warum?
Nächstes mal stelle ich euch eine weitere wundervolle Sorte vor. Seid gespannt :)

Eure Tatjana <3