30. März 2017

Garten München - lohnt sich ein Besuch auf der Gartenmesse?

Ich gehe seit vielen Jahren auf die Messe Garten München, die Teil der Internationalen Handwerkmesse IHM ist. Weil ich in der Nähe wohne und auch mal auf eine Messe gehen will..
Sie ist alljährlich Mitte März und ganz nett.
Natürlich sind dort viele Whirlpoolfirmen, Sauna-Anbieter und Steinskulpturen vertreten aber eben auch der ein oder andere Stand mit Pflänzchen.

Zum Beispiel die Kunst & Lust Gärtnerei aus Oberschleißheim, die viele kleine Stauden und noch mehr zuckersüße Deko anboten. Hier konnte ich endlich ein Geranium "Rozanne" ergattern, mit dem ich schon seit einiger Zeit liebäugele..




Ein Orangen-Thymian sowie weißer Lavendel und ein Dianthus Devon Cottage "Blush" mußten natürlich auch noch mit :)





Oder der Stand der Bio Gärtnerei Herb, welche ihre Pflanzen biologisch erzeugen. Also zb Pflanzenschutz werden Kräuterauszüge genommen und Nützlinge durch offene Zucht gefördert. Eine klasse Sache! Hier habe ich roten Rucola entdeckt, der perfekt in dunkle Beete passt. Das Bio-Saatgut  dazu habe ich mir natürlich zugelegt und die große Auswahl bestaunt:



Zudem gibt es dort eine unglaublich große Auswahl (geschätzt: ca. 50) an Tomatensorten, die man dort schon vorgezogen kaufen konnte. Und Paprika und Chili und und und..


Dort habe ich mich aber zurückgehalten, da ich von meinem Kollegen, meinen Nachbarn und dieses Jahr auch von meiner Schwester genügend bekommen werde ;)



Bei dem nächsten Stand lockten mich verschiedene Irissorten und Strauchpfingstrosen an.. Mit dem Besitzer kam ich kurz ins Gespräch und er erzählte mir, dass er seine Pflanzen nachts immer auf einen LKW stelle, damit sie den Nachtfrost mitbekämen. Tolle Sache, da man die meisten erstandenen Stauden und Kräuter ja bis Mitte Mai noch im Haus stehen lassen muß, da sie keinen Frost gewohnt sind.
Am besten aber ist es, man geht gleich auf die Gartentage, die ab Mai losgehen.






Natürlich waren unter anderem auch das Bündnis Münchner Imker mit einem Stand vertreten, die folgendes Plakat zeigten:



Auf meine Frage hin, warum es dort stünde, sagte man mir, das genau hinter deren Stand ein Stand wäre, der für Glyphosat werben würde. Und tatsächlich, dort stand auf einem Schild, dass ohne das Pflanzenschutzmittel höhere Produktionskosten entstehen würden und es wurden fleißig Flyer verteilt.

Dazu kann sich jetzt jeder seine eigene Meinung bilden. Ich bin immer für die natürlichste Variante und hoffe, dass man bald eine weniger gesundheitsschädliche Alternative findet, die für Bauern und Endverbraucher bezahlbar bleibt.

Nun zur Frage, ob sich ein Besuch lohnt? Jein. Wenn man noch nie dort war und in der Nähe wohnt, kann ein Besuch ganz unterhaltsam sein. Doch leider war es das meiner Meinung nach auch schon wieder. Dafür gibt es dort für meinen Geschmack zu viele Whirlpoolanbieter und was eine Sauna mit einem Garten zu tun hat, ist mir bis heute nicht ganz klar.
Zudem vermisse ich die Gartenausstellungen mit vielen schönen Blumen. Ich zählte dieses mal etwa zwei Stück mit ein paar Zwiebelblumen. Floristische Werke konnte man dafür recht viele bewundern.
Aber es ist ja eine Gartenmesse. Die dieses Jahr leider von zwei Hallen auf 1,5 Hallen verkleinert wurde.

Und jetzt freue ich mich auf die Gartentage in Fürstenfeldbruck und Kaltenberg im Mai :)

Eure Tatjana <3






22. März 2017

Blühende Beete das ganze Jahr über - ein Buchtipp

Mich hat das Gartenfieber ja wieder voll im Griff.. Hier wird was umgepflanzt und für dort überlege ich mir, was dazu passen könnte. Und alles sprießt und wächst jetzt Ende März.
Da werden zur Inspiration und Information auch wieder viele Bücher gewälzt..
Letztens habe ich wieder ein besonderes Gartenbuch entdeckt, das perfekt dazu passt:
"Blühende Beete - 365 Tage Gartenglück" von Nick Bailey.


Das Coverbild ist so liebevoll gestaltet, dass es neugierig auf mehr macht. Und es hält, was es verspricht: Bilder von überaus guter Qualität. Zudem wird man gut beraten, wenn man ein Beet anlegen will, welches das ganze Jahr über blühen soll. Es ist auch etwas für Garteneinsteiger, denn es wird alles genau erklärt.

Themen des Buches:

Zum einen die Jahreszeiten:

- Frühlingspflanzen (Vorfrühling, Vollfrühling, Spätfrühling)
- Sommerpflanzen (Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer)
- Herbstpflanzen (Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst)
- Winterpflanzen (Frühwinter, Winter, Spätwinter)

Hier werden einige bewährte Stauden mit Bild und genauen Angaben portraitiert und am Ende gibt es eine Liste mit jeweils 10 weiteren Pflanzen. Die Portraits beinhalten nicht wie gewohnt die Unterüberschriften Pflege, Standort usw. sondern die Farbwirkung, Kombination mit anderen Stauden und welche Nachfolgepflanze ideal ist. Mal was anderes!

Natürlich dürfen auch speziellere Themen nicht fehlen, die sich zwischen den einzelnen Saisonabschnitten versteckt haben:

- Pflanzenfarben verstehen
- Pflanzen & pflegen
- Blattfarben
- Dauerblüher
- Saison verlängern
- Perfekte Paare
- Töpfe & Kübel
- Schwierige Standorte

Saison verlängern

Mein Favourit ist das Thema "Saison verlängern". Es stellt von den beliebtesten Pflanzen die Sorte vor, die als erstes blüht und die, die als allerletztes blüht. So muß man nicht ewig suchen, wenn man zum Beispiel eine sehr frühblühende Rose im Garten haben möchte.

Aber am meisten begeistern mich die Bilder im Buch..


© Callwey

© Callwey

© Callwey
So steht der Beetplanung nichts mehr im Wege!
Der Autor ist übrigens Chefgärtner in Londons berühmten "Chelsea Physic Garden" und das merkt man den Pflanzenbeschreibungen an. Er erzählt in ihnen kleine Geschichten über die Erfahrungen mit den einzelnen Stauden. Eine schöne Sache.

"Blühende Beete" von Nick Bailey kann man unter der ISBN-Nr. 978-3-7667-2208-9 für 29,95 Euro beim Verlag Callwey bestellen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Ich habe mir jetzt übrigens Digitalis ferruginea bestellt. Bin so gespannt, wie der sich in meinem Garten macht..

Was habt ihr für Pläne?

Eure Tatjana <3





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17. März 2017

Zum St. Patricks Day :) Schoko-Guiness-Cake mit Vanille-Buttercreme (vegan)

Zur Feier des Tages.. heute ist St. Patricks Day :)

 ...habe ich mich endlich an den Dunkel-Bier-Kuchen gewagt, den ich schon lange mal machen wollte. Letztens war ich mit meiner Freundin in einem Irish Pub und wir haben das ein oder andere Bier ausprobiert. Mir schmeckt zwar das Kilkenny besser als das Guiness, aber letzteres ist einfach das dunklere Bier, daher wurde es meine erste Wahl für den Kuchen ;)

Und es gibt ein tolles Gewinnspiel, Preis: eine Kitchen Aid Küchenmaschine oder ein Thermomix! Klickt einfach rechts auf den Banner :)



Das Rezept für den Boden habe ich auf dem bezaubernden Blog wallflowerkitchen entdeckt und die vegane Vanille-Buttercreme auf der Internetseite allrecipes

Es passt beides gut zusammen, da der Schokokuchen recht herb ist, die süße Vanillecreme dies aber abmildert. Ein Männer-Kuchen? Oder vielleicht was für den Vatertag? Aufjeden Fall einer für jemanden, der es nicht so süß mag, aber sehr schokoladig :)

Hier geht es zum Rezept:

Zutaten für den Boden (2x 18cm Durchmesser Backformen oder 1x 10 cm:

250g Mehl
100g Backkakao
2 TL Backpulver
220g Zucker
100g brauner Zucker
1 Prise Salz
480ml Guiness
120ml Rapsöl (je billiger desto geschmacksneutraler)
1 Pk Vanillezucker

Für die Füllung:

120g Margarine, zimmerwarm
450g Puderzucker
50ml Pflanzenmilch
1 Pk Vanillezucker

etwas Kakao


Backofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und in einer Schüssel das Mehl, den Backkakao, den Zucker, den braunen Zucker und das Salz vermischen. In der Mitte eine Mulde machen und die flüssigen Zutaten, also Guiness, Öl und den (nicht so flüssigen) Vanillezucker hineingeben. Alles gut verrühren bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die Backform(en) einfetten und den Teig hineinfüllen. Für ca. eine Stunde im Ofen backen und anschließend eine Stäbchenprobe machen. 
Die Böden abkühlen lassen und stürzen. Mein Tipp: wenn du noch einen Tag Zeit hast, dann lasse sie über Nacht "nachtrocknen", so kannst du die Creme besser darauf verteilen.

Für die Creme die zimmerwarme Margarine in einer Schüssel cremig rühren, die Hälfte des Puderzuckers dazugeben und vermengen. Anschließend die Pflanzenmilch untermischen und zuletzt die andere Hälfte des Puderzuckers sowie den Vanillezucker. 

Streiche die Creme auf die Kuchenböden und lege diese aufeinander. Zuletzt kannst du etwas Kakao darübersieben.

Fertig!



Eure Tatjana <3


14. März 2017

Ein Gartenbuch mit Humor - Avantgardening von Torsten Matschiess

An einem Abend standen wieder zwei Uniformierte vor der Haustür und ein junger Polizist ranzte: "Wer spielt da so laut Klavier?" Darauf ich: "Vladimir Horowitz." Darauf der Polizist: "Der soll sofort damit aufhören!" Wenige Wochen später mieteten wir ein Haus in ländlicher Lage. Die Flucht vor der Staatsgewalt mündetet im Garten. Horowitz wurde seitdem nicht mehr aufgelegt.

Man beachte, es handet sich hier um ein Gartenbuch.

Ein Buch über den Garten von Torsten Matschies: Garten Alst, dem ehemaligen Feld, welches nach und nach zu einem gärtnerischen Paradies wurde. Hier habe ich schon einmal über diesen nicht ganz alltäglichen Garten berichtet.
Schauen wir mal rein..




Es beginnt mit der Einleitung:

Machen Sie sich mal frei
von jeglicher Vorstellung, wie ein Garten zu sein hat.

In vier Kapiteln aufgeteilt (letzteres mag ich am liebsten):

Das erste Jahr

Trends, Intuition, Lehrbuchwissen

Gestaltung im Detail

Lieblingspflanzen

Was sollte man zuerst machen, wenn man einen Garten gestalten möchte?
Garnichts.
Richtig gelesen. Ausser beobachten. Warum, dass erfahrt ihr im Buch ;) Und wie es weiterging im ersten Jahr..
Mit viel Wissen, dass selbst langjährige Gartenliebhaber interessant finden, und natürlich einer weiteren Portion Humor, wird zum Nachdenken über diverse Pflanzenarten angeregt. Über zb darüber, dass viele Gartenbesitzer bestimmte Pflanzen dort, und genau dort stehen haben wollen, komme was wolle. Und was man alternativ machen könne.

© Torsten Matschiess aus „Avantgardening, Verlag E. Ulmer
Und so geht es weiter. Mit fantastischen Bildern, bei denen ich mir dachte, genau die passen dazu. Ich finde das Foto von Seite 127 mit Bistorta amplexicaulis "Pink Mist" (unten) zum Beispiel unglaublich inspirierend zusammen mit den Gräsern im Hintergrund.

© Torsten Matschiess aus „Avantgardening, Verlag E. Ulmer
Zuviel will ich nicht verraten, aber der Pflanzenauswahl im Kapitel Lieblingspflanzen kann ich nach langjähriger Gartenpraxis nur zustimmen. Pflegeleicht sind sie, faszinierend und wunderschön.
Wer errät, welche u.a. gewählt wurden? ;)

Man kann immer wieder mal ins Buch schauen und ein paar Zeilen lesen. Sei es über Tests der Stauden auf Standfestigkeit oder das sich selbst überlassen von Grünflächen. Oder die Tugend der Transparenz von Gräsern.. oder, oder, oder.. Aber lest selbst ;)

Das Buch "Avantgardening" über den Garten von Torsten Matschiess (und seiner Freundin, nur wenige im Dorf wissen, dass sie nicht verheiratet sind) kann man beim Ulmer Verlag mit der ISBN 978 3 8001 0872 5  für 29,90 Euro erwerben.

© Jürgen Becker aus „Avantgardening, Verlag E. Ulmer

Ich lies es mir nicht nehmen, Torsten Matschiess ein paar Fragen dazu zu stellen:

Wie bist du dazu gekommen, ein Buch wie dieses zu schreiben?

Das hat eine Zeit gedauert, bis das erste Konzept stand, mit dem ich dann im November 2015 beim Ulmer Verlag vorstellig wurde. Es ist ja nicht so, dass ich mit einer 30 Jahre alten Expertise in der Verwendung von Stauden daher käme. Ich hatte mit dem Thema Garten gerade einmal 10 Jahre Berührung, wovon nur 4 Jahre als intensive Beschäftigung mit der Materie zählen können. Einige Besucherinnen des Gartens regten diese Projekt an. Eine davon ist die Designerin Tatiana Müksch. Wir sind seit vielen Jahren befreundet und kennen uns aus zahlreichen Projekten. Von ihr stammt das Gestaltungskonzept zu Avantgardening. Sie ist auch eine begeisterte Gärtnerin und ich freue mich auf den Tag, wenn wir einmal gemeinsam einen Garten planen.

Wer waren die anderen?

Unsere damalige Gartenhilfe forderte mich einmal nach einem morgendlichen Briefing dazu auf, ein Gartenbuch zu schreiben: "Das würde ich auch lesen." Sie war der Meinung, dass ich die Dinge einprägsamer und unterhaltsamer vermitteln würde als typische Lehrbücher, die sie nicht mag. Ich lernte noch viele Menschen kennen, denen der Weg zum Garten verschlossen blieb, weil sie noch nicht das richtige Gartenbuch für sich gefunden hatten.


Und wie lange hat es gedauert, bis es fertig war?

Die Produktion hat sich über ein Jahr erstreckt. Wobei die eigentliche Arbeit viel kürzer war. Das ganze Drumherum macht zum Beispiel viel mehr Arbeit als das Schreiben selber oder die Abstimmung mit meinem Koautoren Jürgen Becker, der die meisten Fotos beitrug. Da gab es zum Beispiel ein sehr spätes Shooting kurz vor Drucklegung, um den Knöterich 'Johanniswolke' noch richtig zu inszenieren.  

Welche Erfahrungen hast du dadurch gemacht?

Ich plane etwas über einen längeren Zeitpunkt und behalte das Thema immer im Hinterkopf. Manchmal mache ich mir Notizen, wenn ich einen Gedanken, eine Idee oder Pointe partout nicht vergessen möchte. Wenn alles eine gewisse Reife erreicht hat, bringe ich es sehr zügig zu Papier. Bei diesem Buchprojekt war das nicht so einfach. Ich hatte viel mehr zu erzählen und musste mich nun auf meine knapp 200 Seiten beschränken. Stell dir vor, du hat aber 600 Seiten im Kopf. Was macht man dann?

Was hast du gemacht?

Auf gar keinen Fall wollte ich das Konzept infrage stellen. Bei Monographien oder Fachbüchern lässt sich die Informationsdichte auf ein Maximum des So-gerade-noch-Lesbaren setzen. Da wollte ich aber nicht hin. Also musste ich bestimmte Kapitel kürzen oder gänzlich streichen. So fand ich meine Erlebnisse mit Kundinnen und Kunden eher verzichtbar, also schaffte es nur eine Anekdote ins Buch. Dann hätte ich alleine 100 Seiten über Rosen in Stauden-Pflanzungen schreiben oder die Themen Knöteriche, Sanguisorba oder Schattenstauden beliebig weiter ausbauen
können. Nun wollte ich aber partout die Laien, die am besten noch nie eine Gartenzeitschrift in Händen gehalten haben, nicht aus den Augen verlieren. Da wäre eine solche Beifassungstiefe mit nur einem Thema zu viel gewesen. Also hatte die Limitierung auf 200 Seiten auch etwas für sich.

Zu eurem Garten: wie viel Zeitaufwand habt ihr für die Pflege ungefähr in der Woche?

Von Oktober bis Februar beschränkt sich die Pflege auf gärtnerische Notwendigkeiten, wie dem Beseitigen von Sturmschäden oder dem Rückschnitt von Stauden, die nicht mehr ansehnlich sind. Ab Ende Februar geht es dann mit dem Rückschnitt los. Den erledige ich an 2 Tagen mit dem Freischneider. Danach gucken wir, welche Beete zu jäten sind, wann wir den Häcksel auf den Wegen erneuern und entscheiden, was die höchste Priorität genießen soll. Wichtig ist uns dabei nicht, wie es aussieht, sondern dass Pflanzen und Pflanzungen bewahrt werden. Im Schnitt kommen wir auf 11 Arbeitstage zu 8 Stunden pro 1.000 Quadratmeter im Jahr. Wobei die Unterschiede extrem ausfallen. Manche Flächen benötigen unter 20 Sekunden Pflege pro Jahr pro m², manche einige Minuten.

Minuten und Sekunden klingt nach einem pflegeleichten Garten in dieser Größe! Wie sieht es mit Schnecken aus? Sind sie ein Problem oder macht ihr es wie ich: einfach nur noch Stauden Pflanzen, die diese nicht mögen?

Bei feuchten Wetterlagen vermeiden wir das Wort Schnecken überhaupt auszusprechen. Wer will schon glauben, dass ein paar der imposantesten Stauden im Garten gerne mal Opfer der diversen Schnecken werden? Wasserdost, Weidenblättrige Sonnenblume und Hummelschaukel halten wir aus diesen Gründen auch immer in Containern vor, damit wir die Bestände zur Not auffüllen können.

Setzt ihr euch auch mal zum Entspannen in den Garten und wie oft?

Meine Entspannung sind Spaziergänge durch den Garten. Aber es gibt auch schöne Gelegenheiten, mit Freunden gesellig im Garten zu chillen, zu grillen oder auch mal eine milde Sommernacht im Garten durchzumachen.

Welche Stauden gehen gar nicht? Und warum?

Es gibt Stauden, die einen Kulturschnitt nach der ersten Blüte benötigen, damit sie gut remontieren. Viele Storchschnabel-Arten, Rittersporn, aber auch Steppen-Salbei oder Lavendel gedeihen nur prächtig, wenn man auf diesen Rückschnitt nicht verzichtet. Bei unseren Flächen könnte ich mit dem hochgestellten Rasenmäher durch die Beete fahren, aber das wäre nicht optimal. Also setzen wir solche Stauden nur sehr partiell ein. Auch Prachtstauden, die einen offenen Boden verlangen, vertragen sich nicht mit unserem Konzept vor Ort. Da ist uns dann der Wiesenknopf näher als der Rittersporn. Phlox ist bei uns ein Problemkind. Kaum eine Sorte blieb von Mehltau verschont. Also haben wir unseren eigenen Phlox ausgelesen. Phlox paniculata 'Alster Diamant' ist optimal für unsere frischen, wechselfeuchten Böden und war bisher frei von Mehltau. Pflanzt man ihn allerdings auf einen guten, durchlässigen Gartenboden, ist er sofort schneeweiß. 

Interessant, ein eigener Phlox. Wie habt ihr das gemacht?

Bei Sonnenhüten und Hohem Staudenphlox sind wir sehr systematisch vorgegangen, mit dem Ziel gesunde Formen für unseren Garten zu finden, während wir es bei der Geranium-Hybride 'Freies Alst' oder dem Japanischem Wiesenknopf 'Alster Luft' eher mit Zufallsfunden zu tun hatten. Der größte Aufwand war dabei nicht die Auslese an sich, sondern das Aufpflanzen in möglichst verschiedenen Gartensituationen und das Beobachten über einen längeren Zeitraum. Bei Geranium 'Freies Alst' waren über die Jahre sogar mehrere Personen beteiligt. In einem Jahr fragte mich Thomas Kimmich, Gärtnermeister an der ZHAW in Wädenswil, bei einem Besuch einmal nach dem Namen eines Geranium-Sämlings, auf den ich so erst aufmerksam wurde. Diesen Sämling vermehrte ich und pflanzte ihn auf. Die Pflanzung fiel dann auch Elsbeth und Hans Frei auf, als sie uns vor einigen Jahren besuchten. An dem Nachmittag ist dann der Name 'Freies Alst' entstanden.

Wenn ihr nochmal von vorne anfangen könntet, würdet ihr euren Garten dann anders gestalten?

Ja, an einem anderen Ort.

Und welcher Ort wäre dafür optimal?

Wir wohnen schon gern am Niederrhein. Das Klima ist gleichmäßig und die Winter nicht zu kalt. Interessant wäre einmal ein umbautes Gelände, ohne die weite Sicht auf das Feld. Aktuell verändern wir übrigens den Garten, setzen andere Schwerpunkte, überdenken Details und so weiter. Veränderung ist immer.

Wie groß sind die Veränderungen? Welche Schwerpunkte? Ist es noch ein Geheimnis oder kannst du darüber sprechen ;) 

Ganz ehrlich? Ich weiß es noch nicht. Wir hatten viele Ausfälle beim Hohen Herbst-Eisenhut oder Aster ‘Snow Flurry’. Das war dem extremen Wetter in 2016 geschuldet. Nach 177 mm Niederschlägen im Monat Juni waren es im Juli keine 20 mm mehr. Was sich über die Jahre dank unserer eher frischen Standorte bewährt hatte, möchte ich nun wieder neu aufpflanzen. Einem Schwerpunkt möchte ich mich wieder verstärkt widmen: den Doldenblütlern. Es kann nicht angehen, dass nur Bronzefenchel; Rote und Rosa Sterndolden, Süßdolde und die Feinblättrige Silge hier gedeihen.

Dann wünsche ich euch viel Erfolg und Freude an der Umgestaltung! Und möchte mich ganz herzlich für die Zeit und das Interview bedanken!

Ich gehe dann mal weiterlesen..

Eure Tatjana <3

10. März 2017

Apricot - Kupfer - Creme - Bronzetöne im Beet + Beetplan

Noch blüht nicht wirklich viel im Garten.. Aber man zumindest wieder Stauden bestellen ;)
 Inspiriert von den Bildern aus dem Botanischen Garten im Juli letzten Jahres gibt es heute einen Beitrag plus Beetpläne über:

Apricot - Kupfer - Creme - Bronze und Kaffeetöne im Garten

Wer hat sich nicht schon damit auseinandergesetzt? ;) Wolltet ihr nicht auch schon mal ein Beet mit genau diesen Farben? Na, wer hat es schon versucht? 

Ich finde diese Farbkombination unglaublich spannend. Und was passt dazu besser als die Komplementärfarbe von Pfirsich? Richtig, Violett.

Auf dem Bild unten könnt ihr das wunderschön sehen. Vorne die Brauntöne des verblüten Zierlauches (Allium) und hinten das prächtige Lila von Lavendel.



Oder der Balkan-Bärenklau (Acanthus hungaricus), der 60-100 cm hoch wird und im Juli und August blüht. Leider hatte ich selber noch nicht die Möglichkeit, ihn in meinem Garten zu pflanzen.


Ist zwar weder violett noch braun, passt aber wunderbar dazu, wie ich finde: Die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum). Sie wird 40-80 cm hoch und ist zweijährig. Selbst im Winter schaut sie schön aus. Wird übrigens von den Schnecken gemieden, wie so ziemlich alles, was ich euch vorstelle :)


Nun aber endlich zu den apricotfarbenen Stauden: die zweijährige Königskerze Verbascum "Pixie Apricot"...


...und dem Fingerhut Digitalis purpurea "Dalmatian Peach".


Er wird 60-90 cm hoch und blüht vom Spätfrühling bis Sommermitte. Das Foto habe ich, wie alle anderen in dem Beitrag, im Juli aufgenommen :)
Er ist übrigens auch zweijährig und extrem giftig. Daher habe ich ihn leider nicht in meinem Garten (Kaninchen & Kind).



Eine weitere wunderbare Kombination ist Lavendel und die Edlerose "Ashram".
Die Blüten sind kupfer-orange und regenfest, wie man unten gut erkennen kann.
Sie wird 80-120 cm hoch und hat eine gute Blattgesundheit.
Sie duftet etwas und mag gerne einen sonnigen Standort.





Eine Liste weiterer kuper-orange oder pfirsich farbener Stauden & Gräser:
(die nicht von Schnecken gefressen werden)


Alcea Rosea "Chaters Double Apricot" - Stockrose: Höhe: 150cm, Blüte: Juli-September, Standort: sonnig

Carex buchananii - Fuchsrote Segge: Höhe 30-50cm, Standort: sonnig/absonnig

Digitalis purpurea "Damaltian Peach": Höhe: 60-90cm, Blüte Juni-Juli

Epidmedium x warleyense "Orangenkönigin" - Elfenblume: Höhe 35-40cm, Blüte: April-Mai
Standort: Schatten/Halbschatten, Pflanzpartner: Brunnera macrophylla (Kaukasus-Vergissmeinnicht)

Geum "Apricot Pearl" - Nelkenwurz: Höhe: 30-40cm, Blüte: Mai-Juni, Standort: absonnig/halbschattig

Hemerocallis "Orchid Candy" - Taglilie: Höhe: 60cm, Blütezeit: Juli

Hemerocallis "Peach Candy" - Taglilie: Höhe: 100cm, Blütezeit: Juli

Helianthenum "Junges Apricot" - Sonnenröschen: Höhe: 20cm, Blüte: Mai-Juni, Standort: sonnig

Helleborus orient. Hybride "Gutattus Apricot": Höhe: 50cm, Blütezeit: Februar-März

Iris barbata eliator "Thornbird" - Bartiris: Höhe: 90cm, Blütezeit: Mai-Juni, Standort: sonnig-trocken, hier ein Bericht von mir :)

Paeonia "Canary Brilliants" - Pfingstrose: Höhe: 80-90cm, Blütezeit: sehr spät (für Pfingstrosen)

Rose "Lavender Pinocchio" (Farbe: Milchkaffee): Höhe: 90-120cm
dazu passend: rotlaubige Stauden wie Penstemon digitalis "Husker`s Red" (Bronze-Bartfaden),  Sedum "Karfunkelstein" (Fetthenne) oder Heuchera micrantha "Molly Bush" (Purpurglöckchen)

Rose "Apricot Partait syn. Evelyn" (Farbe: aussen weiß, innen apricot): Englische Rose, Höhe: 150cm, öfterblühend, duftet stark

Rose "Ashram": Höhe: 80-120cm

Tulipa "Apricot Impression" - Tulpe: Höhe: 55cm, Blütezeit: Mitte April

Tulipa "Apricot Beauty" - Tulpe: Höhe: 50cm, Blütezeit: März-April




Und eine Liste dazu passender violetter/purpurner Stauden (Komplementärfarbe):
(die nicht von Schnecken gefressen werden)


Acanthus hungaricus (Bärenklau): Höhe: 60-100cm, Blüte: Juli-August

Allium atropurpureum - Granat-Kugellauch (Dunkel-Purpurfarben): Höhe: 80cm, Blüte: Juni-Juli

Allium christophii - Sternkugellauch: Höhe: 40-60cm, Blüte: Juni-Juli

Allium "Globemaster" - Riesen-Zierlauch: Höhe: 80-100cm, Blüte: Juni-Juli

Geranium "Rozanne" - Storchschnabel: Höhe: 30-60cm, Blüte: Juni-September

Geranium "Elisabeth Ann" - Storchschnabel (dunkles Laub): Höhe: 40-50cm, Blüte: Mai-Juli

Heuchera "Molly Bush" - Purpurglöckchen: Höhe: 30-80cm, Blüte: Juni-Juli

Iris barbata-eliator "Superstition" - Bartiris (schwarzviolett): Höhe: 90cm, Blüte: Mai-Juni

Lavendel: Höhe: 60-70cm, Blüte: Juni-Juli

Nectaroscordum siculum ssp. bulgaricum - Bulgarischer Lauch: Höhe: 80-100cm, Blüte: Mai-Juni

Nepeta "Six Hills Giant" - Katzenminze: Höhe: 80-90cm, Blüte: Mai-Juli

Penstemon digitalis "Husker`s Red" - Bronzebartfaden (dunkles Laub, weiße Blüten): Höhe: 80-100cm, Blüte: Juli-August

Sedum "Purple Emperor" - Fetthenne (purpurne Blätter): Höhe: 30-40cm, Blüte: Sept.-Okt.

Tulipa "Queen of Night" - Tulpe: Höhe: 40-50cm, Blüte: Mai


Und für alle, die jetzt genausoviel Lust auf ein Beet in den Farben Pfirsich-Violett haben, aber keine Zeit haben, habe ich einen Beetplan erstellt :)

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, gibt es jetzt noch einen Apricot-Milchkaffee-Schwarzpurpur-Beetplan :)



Und jetzt bestelle ich meine Stauden ;)

In München ist übrigens gerade die Gartenmesse München. Wer von euch geht auch hin?
Eure Tatjana <3

Wer noch mehr Beetpläne anschauen möchte:
hier gehts zu den Beetplänen für sonnige Standorte,
und für halbschattige Standorte!

Und hier alle Bilder rund ums Jahr vom Botanischen Garten Augsburg :)


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5. März 2017

Unsere Hochzeitstorte! Topsy Turfy Alice in Wonderland Cake


Eigentlich wollte ich sie euch schon längst mal zeiten, unsere Hochzeitstorte... Und hätte mich jemand vor einem halben Jahr gefragt, ob ich sie selber mache, ich hätte ihm den Vogel gezeigt. Doch nachdem ich ewig und drei Jahre nach einer schönen Torte gesucht habe, die ein Tortenbäcker für uns machen soll und nichts gefunden habe, bin ich dann doch selber ans Werk gegangen.. 

Es hat mich, Warnung an alle zukünftigen Bräute mit Backerfahrung, 2 Tage gekostet sie so hinzubekommen. Geht natürlich nur, wenn man sich Urlaub nimmt. Aber es hat geklappt!
Und der Kühlschrank ist dann voll ;)

Hier ein Bild mit Kühlschrank..


Wie ihr erkennen könnt, ist sie im Stil von Alice im Wunderland dekoriert und hat schräge Böden. Auch Topsy Turfy genannt. Weiter unten zeige ich euch noch die restliche Alice in Wonderland - Deko :)

TO DO-ZEITPLAN

Man sollte sich einen Monat vorher entscheiden, wie sie aussehen soll und kann dann den Fondant und weiteres Zubehör bestellen. Wie zb Zuckerpaste. Diese habe ich für die Blütenblätter hergenommen, da ist mir Zuckerpaste lieber wie Fondant.
Die Rosen selber sind künstlich, das habe ich mir nicht angetan, die auch noch selber zu machen. In gut sortierten Bastelläden dürften sie zu finden sein.

Zudem solltest du auch vier Wochen davor die schwarz/weiß-Bilder bestellen, damit sie noch rechtzeitig ankommen.

Ca. eine Woche vorher solltest du die Teetassen, Kannen und Pilze formen und ein paar Tage später anmalen. So kann alles schön trocknen. 

Und drei Tage davor fängst du dann an die Böden zu backen. Dafür benötigst du wirklich einen ganzen Tag. Über Nacht können sie abkühlen, dafür musst du sie aber nicht in den Kühlschrank stellen.

Zwei Tage vor der Hochzeit oder dem Geburtstag gehts an die Deko. Das, was mir am meisten Spaß macht. Also die Zwischenschichten mit Marmelade bestreichen, Buttercreme herstellen und verwenden und den Fondant auf die Böden legen. Alles aufeinander stapeln, die Rosenblätter kleben, die Tassen & Co. hinstellen und die Rosenblüten verteilen. Heute kommt auch der Kühlschrank immer wieder ins Spiel! Am besten du räumst ihn vorher fast komplett leer ;)

Einen Tag vorher hast du soviel Stress, dass du froh bist, die Torte nur an den Veranstaltungsort liefern zu müssen :)

Rezept

Und jetzt verrate ich euch das Rezept :)

Ihr braucht dafür:
1-2 Kuchenformen, Durchmesser ca. 26-28cm
1-2 Kuchenformen, Durchmesser ca. 18-20cm
Kuchenteller zum draufstellen (normaler weißer Teller)

Zutaten für den Teig:
(5,5x4=) 22 Eier
(5,5x200=) 1100g Zucker
(5.5x1=) 5,5 Pk. Vanillezucker
(5,5x200=) 1100ml Orangenlimo
(5,5x200=) 1100ml Rapsöl oder Sonnenblumenöl (Billigmarke, dann schmeckt es neutral)
(5.5x300=) 1650g Mehl
(5.5x1=) 5.5 Pk Backpulver

Zutaten für die Füllung:
3 Gläser Marmelade deiner Wahl 

Zutaten für die Buttercreme:
1,5 kg Butter, zimmerwarm
1,5 kg Puderzucker

Zutaten für die Verzierung:
Kokosfett (zb Palmin)
500g Zuckerpaste
3 kg hellrosa Fondant
6 s/w-Bilder mit Alice i. w.-Motiven
10 kleine rosa Kunststoffrosen (nicht essbar)
1 grosse rosa Kunststoffrose (nicht essbar)
1m Spitzenband (nicht essbar)
1 Pinsel
1 m2 weisser Tüllstoff (nicht essbar)
4-5 lange Schaschlikspieße aus Holz
Lebensmittelkleber


Und so gehts:

Du hast natürlich vier Wochen vorher schon die essbaren schwarz/weiß-Fondant-Bilder bestellt und beginnst jetzt, eine Woche vorher, die Rosenblütenblätter, Teetassen, Kannen und Pilze zu machen.
Für die Blütenblätter knetest du die Zuckerpaste weich und schneidest mit einem Messer die Blüten aus. Du formst sie mit einem kleinen Löffel leicht rund und legst sie entweder in ein Muffinblech oder ein Glas. Dort können sie eine Woche lang trocknen. So behalten sie die Form bei.
Die Pilze, Tassen und Teekannen formst du aus normalem weißen Fondant (500g) und lässt sie zwei bis drei Tage trocknen. Anschließend bemalst du sie mit Lebensmittelmalfarbe und lässt sie trocknen.

3 Tage vor der Hochzeit
backt ihr die Böden.

Und zwar dreimal in einer 28er Fom,
fünfmal in einer 20er Form.
Wenn ihr zwei mal die gleiche Formgröße habt, dann könnt ihr zwei Böden gleichzeitig backen. So habe ich das mit den 20er Formen gemacht.

Grundsätzlich geht ihr immer gleich vor. Hier zeige ich euch den Ablauf für eine 28er Form oder zwei 20er Formen:

Verrühre 4 Eier, 1 Pk. Vanillezucker und 200g Zucker solange miteinander, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann gibst du 200ml Orangenlimo und 200ml Öl hinzu und vermengst alles nochmal kurz.
Jetzt kannst du den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und in einer zweiten Schüssel das Mehl und das Backpulver vermischen.
Diese gibst du nun langsam zum restlichen Teig und rührst alles schön glatt.
In die eingefettete (mit dem Pinsel Öl verstreichen) Form geben und für 45 Minuten in den Ofen stellen.

Hast du alle Böden gemacht, lässt du sie über Nacht ruhen. Dann werden sie etwas fester, was wir für die weitere Bearbeitung brauchen.


2 Tage vor der Hochzeit
schneidest du folgende Böden einmal quer durch:

2x 28er Boden
2x 20er Boden

und folgende Böden schneidest du schräg ein (wie auf dem Bild):

1x 28er Boden
1x 20er Boden

und folgende Böden verkleinerst du, so dass sie einen Durchmesser von 10 cm haben:

2x 20er Boden
einen davon schneidest du auch schräg durch.

Wenn du theoretisch alle Böden aufeinanderstellen würdest, würde das dann so ausschauen:


Das machst du aber noch nicht, das ist nur für das Verständnis gedacht (ich sollte bei der nächsten Torte eine Youtube-Video drehen :D)

Du bestreichst nun die zwei untersten 28er Böden mit Marmelade und stellst sie aufeinander.
Wähle einen schlichten weißen Teller oder etwas, was zur Hochzeit passt. Denn die Torte wird bis zum Schluß (bis sie aufgegessen ist) darauf stehen. Er soll aber auch gut für den Transport sein. Da finde ich einen Teller immer am besten.
Dann legst du den schrägen dritten 28er Boden darauf und schneidest einen Kreis heraus (siehe unteres Bild).

Jetzt ist es an der Zeit die Buttercreme zu machen. Dafür verrührst du die 1,5 kg zimmerwarme Butter mit den 1,5 kg Puderzucker zu einer Creme.
Davon nimmst du die Hälfte und bestreichst mithilfe einer Winkelpalette die drei aufeinandergestapelten 28er Böden so:



Wenn das ganze so ausschaut wie oben, dann stellst du es in den Kühlschrank.
Hier ein tolles Youtube-Video zum besseren Verständnis.

Weiter gehts mit dem mittleren Teil. Hier verfährst du genauso wie mit dem unteren und stellst ihn in den Kühlschrank.

Bei dem obersten Teil oben keinen Kreis ausstechen sondern nur mit Buttercreme bestreichen.
Restliche Buttercreme aufheben!

Wenn alle drei Teile mind. eine Stunde im Kühlschrank waren, dann kannst du mit dem Fondant loslegen.
Du fettest als erstes die Arbeitsplatte mit dem Kokosfett ein, damit nichts klebt.
Für den untersten Teil den rosa Fondant (ca. 2,2 kg) durchkneten und großflächig ausrollen.
Auf den untersten Teil legen und mit einem Fondant Glätter andrücken.
Zuletzt wieder in den Kühlschrank stellen.

Wieder die Arbeitsplatte einfetten und den weißen Fondant (1,5 kg) weichkneten.
Ausrollen und auf den mittleren Teil legen.
Jetzt schneidest du die mit Lebensmittelfarbe bedruckten Alice in Wonderland - Bilder so zurecht, dass sie ringsherum um den mittleren Teil passen. Mit etwas Buttercreme ankleben und festdrücken.
Zum Schluß wieder in den Kühlschrank damit.

Der letzte Teil ist jetzt relativ einfach: knete den restlichen rosa Fondant weich und rolle ihn aus.
Lege ihn auf den obersten Teil der Torte und streiche ihn glatt.

Jetzt kannst du alle Böden aufeinander setzen! Streiche dazu etwas Buttercreme dazwischen, dann haftet es besser. Stecke immer wieder Schaschlikspieße dazu (senkrecht), so hält es noch besser.

Die Rosenblütenblätter klebst du mit Lebensmittelkleber an die Torte und die Tassen, Teekannen und Pilze stellst du mit Lebensmittelkleber auf den unteren Teil.

Die Kunstrosenblüten brauchst du nur in den Fodant zu stecken. Dort halten sie ganz gut.

Ich hatte keine Nerven mehr eine essbare Spitzenbordüre herzustellen. Darum habe ich einfach ein Stoffspitzenband genommen. Das kannst du mit einem Stück Tesafilm zusammenhalten (oder einer Nadel, wäre mir jetzt aber zu spitz).

1 Tag der Hochzeit
zum Kühlschrank im Festsaal transportieren.

Bis zum Verzehr im Kühlschrank lassen.

Fertig!!!


Wie versprochen, zeige ich euch jetzt noch die restliche Alice in Wonderland - Deko, die ich selber vorbereitet habe und einen Tag vorher mit meiner Mutter zusammen auf die Tische gezaubert habe.











Die Bilder hat die bezaubernde Michelle von sternenregen.com gemacht.

Wenn ihr mögt, schreibe ich euch in einem Extra-Beitrag, wie ich alles dekoriert habe :)

Eure Tatjana <3

2. März 2017

Kennt ihr schon das pinke Rote Beete Brot?



Rote Beete hat gerade Saison :)
Deshalb wollte ich heute spontan endlich mal das Rote Beete Brot backen. Ich hatte es schon öfter auf anderen Blogs gesehen und mir gefiel die rote, magenta oder pinke Farbe immer wieder gut. 

Also fix 4 Rote Rüben gekauft, den Rest hat man meist zuhause:

Zutaten für ein mittleres Brot:

3 Knollen Rote Beete
220ml Wasser, lauwarm
1 Pk Trockenhefe
1 TL Zucker
500g Dinkelmehl
2 TL Olivenöl
2 TL Salz

Zuerst wäscht du die Rote Beete, schneidest sie in Stücke und zerkleinerst sie im Mixer zu Brei. Alternativ kannst du die Stücke auch kochen und dann mit einem Pürierstab pürieren.
Als nächstes weichst du die Trockenhefe in dem lauwarmen Wasser ein und gibst den Zucker dazu. Für 15 Minuten stehen lassen.
In einer Rührschüssel vermischt du nun das Dinkelmehl, den Rote Beete Brei, das Hefewassergemisch, das Olivenöl und das Salz und knetest es 5 Minuten lang.
Für mindestens eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen (in der Sonne, auf der Heizung, unter der Bettdecke..).
Nochmal durchkneten und eine weitere halbe Stunde gehen lassen.
10 Minuten vor Ende heizt du den Ofen auf 190 Grad (Ober-/Unterhitze) vor.
Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und für 30 Minuten im Ofen backen.
Wenn das Brot beim draufklopfen hohl klingt, ist es fertig.




Das Rezept habe ich übrigens auf dem bezaubernden Blog www.haseimglueck.de gefunden und die Wallnüsse schlicht und einfach vergessen ;) Schaut mal rein!

Eure Tatjana <3